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Deutsche

Entomologische Zeitschrift.

(Berliner Entomologische Zeitschrift und Deutsche Entomologische Zeitschrift in Wiedervereinigung.)

Herausgegeben von der

Deutschen Entomologischen Gesellschaft, E.V.

(Berliner Entomologischer Verein 1856, Deutsche Entomologische Gesellschaft 1881 in Wiedervereinigung.)

Jahrgang 1916.

Sieben Hefte.

Mit 5 Tafeln und 30 Textabbildungen.

Preis für Nichtmitglieder 19 Mark.

Schriftleitung : Joh. Greiner.

Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker

Berlin W 57, Potsdamer Stralse 90. R. Friedländer <& Sohn, Berlin NW 6, Karlstr. 11.

Berlin 1916.

Für die in dieser Zeitschrift veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten und Mitteilungen sind nach Form und Inhalt die betreffenden Autoren allein verantwortlich.

Die Schriftleitung.

Inhaltsverzeichnis des Jahrganges 1916.

(Heft I: 1. April, Heft II: 1. Juli, Heft HI/IV: 1. Oktober 1916. Heft V/VI: 1. Februar 1917; Beiheft: 1. August 1916.)

Allgemeines. seite

Personalia 1, 88, 97, 228, 371

Sitzungsberichte 72, 209, 347, 587

Aus der entomologischen Welt 87, 226, 364, 605

Vorgeschlagene Mitglieder 89, 370, 604

Rezensionen und Referate.

Arnhard, L., Die Präparierung des Bienenkörpers 370

Blaschke, Paul, Die Raupen Europas mit ihren Futterpflanzen, ein vollständiger Raupenkalender mit einer lepidopterologischen Botanik 91

Brehms Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. 4. voll- ständig neu bearbeitete Auflage, herausgegeben von Prof. Otto zur Strafsen .... 369

Brun, R., Die Raumorientierung der Ameisen und das Orientierungs- problem im allgemeinen 89

Krancher, Dr. Oskar, Entomologisches Jahrbuch. 25. Jahrgang . 90

I. Allgemeine Entomologie.

Schirmer, C, Bemerkungen über neue und interessante Insekten- arten der Mark Brandenburg und deren Fundorte 383

Schulze, Dr. Paul, Neuheiten der märkischen Insektenfauna

1915/1916 576

II. Systematik.

Coleoptera.

Bodemeyer, E. v., Neuheiten der paläarktischen Coleopterenfauna 111 Delahon, Paul, Nachträge zu „Schilskys Systematischem Ver- zeichnis der Käfer Deutschlands" von 1909 mit besonderer Berücksichtigung der Formen der Mark Brandenbuig, sowie einige sonstige Bemerkungen über Käfer Deutschlands ... 34 Heller, Dr. K. M., Philippinische Käfer, gesammelt von Prof. C.

FuUer-Baker, Los Banos. (Mit 1 Tafelj 269

JJ Inlialtsverzeichnis des Jahrganges 1916.

Seite

Kolbe, Prof. H. , Beitrag zur Morphologie und Systematik der

Taphroderinen (Familie der Brenthiden) Afrikas 50

Lenge rken, Dr. Hanns von, Zur Biologie von Cicindela maritima

Latr. und Cicindela hybrida L. (Mit 1 Tafelj 565

Moser, J., Beitrag zur Kenntnis der Melolonthiden. V . . . . 129

Neue Sericiden vom Belgischen Kongo 233

Eine neue Phaedimus-krt von Luzon 385

Oh aus, Dr. F., XIX. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden . . . 345

Scherdlin, Paul, Vorarlberg, nicht Vogesen! 191

Seidlitz, Dr. Georg von, Die letzten Familien der Heteromeren . 113

(Fortsetzung) 313

(Fortsetzung) 387

Weise, J., Synonymische Mitteilungen 37

Lepidoptera.

Belling, H., Vom alten schlesischen Apollofalter. (Mit 2 Tafeln) 203 Heinrich, R. , Beitrag zur Feststellung der Veränderungen der

Berliner Grofsschmetterlingsfauna in neuester Zeit. (Mit 1 Tafel) 499

Marschner, H., Ein Hermaphrodit von Erebia ligea L. (Mit 1 Tafel) 202

Stichel, H., Nacharbeiten zur Revision der PJodinidae .... 3

Hymenoptera.

Alfken, J. D., Über zwei Arten der Aiidrena parvula-Grvu-p-pe (Hym.) 68 Blüthgen, Andrena varians K. var. mixta Schenk und var. con-

jungens (nov. var.) 312

Friese, Dr. H. , Die Formen des Halictus qiiadricinctus F., sowie einige neue Halictus - Arten der paläarktisehen Region. (Mit 3 Testabbildungen) 25

Über einige neue Hummelformen (Bombtis), besonders aus Asien 107

Die Halictus- Arien von Chile 547

Habermehl, Prof., Superrevision der Cryptiden- Gattung Stylo-

cryptus C. G. Thoms. mit einer Tabelle zur Bestimmung der

Arten 376

Soldanski, Hans, Amasis crassicornis Rossi v. nigriventris n. v. . 42

Diptera.

Hermann, Prof. Dr. F., Ein neuer Pantophthalmus nebst kritischen Bemerkungen über die Systematik der Pantophthalmiden. (Mit 2 Textabbildungen) 43

Deutsche

Entomologische Zeiteohrift

(Berliner Entomologische Zeitschrift ' und l)e'iit'sche ilitloLabUgiache Zeitschrift in Wiedervereiriigqng:,'i i \

Herausgegeben von der

Deutschen Entomologischen Gesellschaft, E.Y.

(Berliner Entomologisclier Verein 1856, Deutsche Entomologische Gesellschaft 1881 in Wiedervereinigung.)

Jahrgang 1916.

Heft I.

(Mit 5 Textabbildungen.)

Preis für Nichtmitglieder Mk. 3. .

Schriftleitung :

J 0 h. G r 6 i n e r.

Dr. K. G r ü n b e r g , Dr. F. 0 h a u s , Dr. P. S c h u 1 z e ,

Wichgraf.

Nicolaische Verlags-Buchhandlung B. Stricker

Berlin W 57, Potsdamer Strafse 90. R. Friedländer ^ Sohn, Berlin NW 6, Karlstr. 11.

Inhalt von Heft I.

/ ' Seite

Sitzungsberichte 72

Rezensionen und Referate . 89

Vorgeschlagene Mitglieder . 89

Alfken, J. D., Über zwei Arten der Andrena parvula-Gm^-pe. (Hym.) 68 Delahon, Paul, Nachträge zu „Schilskys Systematischem Ver- zeichnis der Käfer Deutschlands" von 1909 mit besonderer Be- rücksichtigung der Formen der Mark Brandenburg, sowie einige sonstige Bemerkungen über Käfer Deutschlands. (Col.) ... 35 Friese, Dr. H. , Die Formen des Halictus guadricinctus F., sowie einige neue Halictus-Arten der paläarktischen Region. (Mit

3 Textbildern) 25

Hermann, Prof. Dr. F., Ein neuer Pantophthalmus nebst kritischen Bemerkungen über die Systematik der Pantophthalmiden (Dipt.).

(Mit 2 Textabbildungen) 43

Kolbe, Prof. H. , Beitrag zur Morphologie und Systematik der

Taphroderinen (Familie der Brentiden) Afrikas 50

Soldanski, Hans, Wilh. Hartwig f 1

Ämasis crassicornis Rossi v. nigriventris n. v. (Hym.) .... 42 Stichel, H., Nacharbeiten zur Revision der Riodinidae .... 3 Weise, S., Synonymische Mitteilungen 37

Wilhelm Hartwig f.

Schon ein Jahr ist es her , dafs der junge Zoologe , dem meine Zeilen gelten, im Kampfe für sein Vaterland gefallen ist. Langwierige Krankheit hat mich immer wieder verhindert , einer Verpflichtung nachzukommen , die ich in Erinnerung an einen lieben Genossen meiner verspäteten Studentenzeit bereitwillig übernommen hatte ; die besonderen Verhältnisse des Krieges aber brachten es mit sich , dafs kein anderer da war , um an meine Stelle zu treten. So erscheint denn der Nachruf für Wilhelm Hartwig erst zur Wiederkehr seines Todestages !

Hartwig Avar ein Berliner Kind Geboren am 17. September 1889, besuchte er hier das Sophien-Realgymnasium, an dem er unter Befreiung von der mündlichen Prüfung das Abiturienten- examen bestand. An der Berliner Universität legte er seine Studienzeit zurück. Seine Vorliebe für die Entomologie , die er als Student vielfach bekundete , drückt sich auch in dem Thema seiner Doktordissertation aus. Er behandelt in der fleifsigen Arbeit die Larve von Pyrochroa coecinea L., ihre Geologie, Morpho- logie, sowie die Anatomie und Histologie ihres Darmes. Nachdem sich Hartwig den Doktortitel erworben hatte, trat er am 1. April 1912 als Volontärassistent in die Dienste des Königlichen Instituts für Binnenfischerei zu Friedrichshagen bei Berlin. Während der letzten Monate vor Kriegsausbruch war er daneben an den Ver- suchsteichen dex Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule in Sachsenhausen bei Oranienburg als Zoologe tätig. Den beson- deren Aufgaben seines Wirkungskreises wurde Hartwig in aus- gezeichneter Weise gerecht durch Untersuchungen über die Kali- abwässer, das Seenplankton und durch eine umfassende Biologie des Stintes, seine letzte Arbeit, die von seinen Fachgenossen sehr geschätzt wird. Daneben fand er aber noch Zeit , sich mit der Entomologie zu beschäftigen. Seine Forschungen galten besonders den Wasserrhynchoten. Gerade bei Ausbruch des Krieges erschien von ihm in dieser Zeitschrift eine Arbeit über Aphelocheinis aesti- valis F., die seltene Naueoride, die er für den Müggelsee nachwies. Es ist nicht zu bezweifeln, dafs uns Hartwig noch manche wert- volle Gabe auch auf entomologischem Gebiet beschert hätte, wäre nicht seinem Schaffen durch den Tod ein frühes Ende gesetzt iworden.

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1916. Heft I. 1

2 Deutsch. Ent. Zeitschr. 1916.

Der Eifer und die wissenschaftliche Befähigung Hartwigs erscheinen erst im rechten Licht, wenn man bedenkt, dafs ihm für seine Arbeiten nur eine kurze Spanne Zeit zur Verfügung stand. Denn nach einjähriger Tätigkeit am Friedrichshagener Institut trat Hartwig, um seiner Militärpfliclit zu genügen, April 1913 beim 4. Garde-Regiment z. F. in Spandau ein. Kaum dafs er nach Ablauf seines Dienstjahres seine Forschungen wieder be- gonnen hatte , rief ihn der Ausbruch des Krieges aufs neue zur Fahne des Regiments. Als Offizierstellvertreter nahm er an der Erstürmung von Namur teil. Er führte dabei , nachdem alle Offiziere gefallen waren, die Kompagnie und eroberte mit ihr eine belgische Batterie. Zum Lohn für die mutige Tat .erhielt er das Eiserne Kreuz. Einige Zeit später kam Hartwig auf den östlichen Kriegsschauplatz. Er kämpfte in der ersten Schlacht bei Iwan- gorod mit, erkrankte aber dann an Herzbeschwerden, von denen er anfangs im Lazarett in Radom und dann in Schmiedeberg Heilung suchte. Nach seiner Wiederherstellung tat Hartwig zuerst Gar- nisondienst in Spandau, bald jedoch wurde er wieder, und zwar als Leutnant und Kompagnieführer, zur Front im Osten berufen. Trotz erneuter Krankheitsbeschwerden tat er begeistert seinen Dienst, In der Nacht vom 4. zum 5. Februar wies er mit seiner Kompagnie beim Vorwerk Löbegallen bei Budwethen in Ostpreufsen drei russische Sturmangriffe ab, dann traf ihn ein Schufs in den Unterleib, der nach kurzer Zeit seinen Tod herbeiführte. Auf dem Kirchhof in Budwethen hat Hartwig seine letzte Ruhestätte gefunden.

Hartwig war ein prächtiger, lieber Mensch , der jeden rasch für sich einnahm und seine Freunde oft entzückte durch seinen stillen , behaglichen Humor. Sein willensstarker Charakter be- rechtigte zu den schönsten Hoffnungen, und deshalb drängt sich auch angesichts seines Todes, wie heute so oft, die bittere Empfin- dung auf, dafs auch hier wieder niedrer Neid und Hafs als Ursachen dieses Krieges ein junges, vielversprechendes Menschen- leben vernichtet und damit die Wissenschaft um eine ihrer Er- wartungen betrogen haben. Als Anklage ist der Gedankengang begründet , unserem Toten werden wir dadurch nicht gerecht. Denn Weiteres konnte uns wohl Wilhelm Hartwig in einem längeren Leben geben, mehr aber nicht als durch seinen frühen Tod. In- dem er, durchdrungen von der Sendung und der siegenden Gewalt deutschen Geistes , sein junges Dasein selbstlos für seine Über- zeugung einsetzte und dahingab, erreichte er das letzte Ziel aller Wissenschaft : die Erkenntnis von dem wahren Sinn und von dem Wert des Lebens der Menschheit zu vermitteln.

H. S 0 1 d an s k i.

Deutsch. Eilt. Zeitschr. 1916. 3

Nacharbeiten zur Revision der Biodmidae. I.

Von H. Stichel, Berlin.

Einen Teil der Nacharbeit, die sich beim weiteren Vertiefen in den umfangreichen Stoff als nötig erwies, habe ich in meiner Abhandlung über Riodinidae aus dem Britischen Museum (D. Ent. Zeitschr 1915 p. 657 700) niedergelegt. Unter obigem Titel beabsichtige ich , weiterhin sich im Laufe der Zeit bemerkbar machende Zusätze und Berichtigungen in numerierten Abschnitten als Erzänzung meiner „Farn. Riodinidae^'' , Gen. Ins. v. 1 12 -^^ ^ und meiner in der Berlin. Ent. Zeitschr. 1908 bis 1910 erschienenen „Vorarbeiten" zu veröffentlichen.

Nach wie vor bin ich für Hinweise jeder Art wie für Über- lassung von Material , nötigenfalls nur für Vergleichs- und Be- stimmungszwecke , sehr dankbar. Einen wesentlichen Teil des Materials , das die Grundlage zu den folgenden Ausführungen bildet , verdanke ich der Firma Dr. Staudinger & Bang- Haas in Blasewitz, deren schier unerschöpfliche Hilfsquellen immer wieder für die Sammlung wie für die Wissenschaft neue Bereicherungen darbieten, wenn man die Durchsicht der verkäuf- lichen Vorräte zeitweise wiederholt.

Eine Anzahl Objekte fand ich auch in den Resten einer Ausbeute aus Matto Grosso, die F. Zobrys (Firma Zobrys & Wolter, Berlin) seinerzeit auf den Markt gebracht hat , und einiges lieferte mir Alex. Heyne, Berlin- Wilmersdorf.

'Die den Art usw. -Namen in Klammern beigesetzten Zahlen geben Seite und Ordnungsnummer aus Genera I n s e c t 0 r u m V. 112 an.

Semomesia tenella Stich. (34, 7).

Von dieser Art wurde meine Sammlung durch ein cf be- reichert, das von den Typen nicht zu trennen ist, wenn auch die dunklen Querstreifen nächst der Ozelle des Vorderfiügels und proximal im Hinterflügel schwächer sind, letzterer nur am Hinter- rande deutlich ausgeprägt ist. Das Stück mag als Cotypus gelten : No. 1047 c. m. Pachitea, Peru.

Mesose^nid diilcis Stich. (41, 7). Durch den Erwerb eines cf aus Cuyaba (No. 1050 c. m.) aus dem Verkaufslager der Firma Staudinger & Bang-Haas scheint man auf das Vaterland der Type des ? aus gleicher Quelle, dessen Herkunft fraglich mit Peru angegeben ist , schliefsen zu dürfen. Als Verbreitungsgebiet ist deswegen nur das westliche

1*

4 Deutsch. Ent. Zeitschr. 1916.

Matto Grosso sicher. Obiges cf ist insofern etwas vom Typus ab- weichend, als die dunkle Schattierung in den Räumen hinter der Zelle Avie auch die Fortsetzung des den Augenfleck proximal be- grenzenden Querstreifens nach hinten fehlt.

Mesene tnetope pruinosa Stich. (45, 31b) habe ich inzwischen in 2 männlichen Stücken aus Teffe (No. 4358 c. m.) und Manicore (No. 4441 c. m.) erhalten. Die Ausdehnung der bläulichen Subapicalbestäubung in zwei Streifen nach hinten ist nicht in allen Fällen vollständig, so bei dem Stück No. 4441. Bei dem anderen sind die beiden submarginalen Linien vorn und hinten deutlich , in der Mitte verschwommen. Dieses Exemplar (No. 4358 c. m.) mag als Cotypus gelten.

Euvybia nicaea erythinosa Stich. (67, 3 b). Zu dieser Unterart erhielt ich ein Übergangsstück zur typischen Form von A. Heyne, bezettelt Jary-Parana ■'^), No. 1878 c. m. Es erreicht fast die Gröfse letzterer, das Rot des Hinterflügels ist etwas weniger grell , die Grundfarbe des Vorderflügels mehr grau mit weifslichen Punkten im vorderen Teil des Mittelfeldes, die bei erythinosa, soweit deutlich, rötlich gelb sind, bis auf die beiden rein weifsen Costalfleckchen.

Euvyhia cijclopia Stich. (67, 4) ist mir in dem bisher in Natur unbekannten $ aus Colombia (durch le Moult , Paris) zugegangen. Eine Abbildung bringt Seitz, Grofsschmett. Faun. amer. t. 123 Reihe g. Von dieser unterscheidet sich mein Exemplar dadurch , dafs im Vorderflügel das Rot weniger grell (rostrot) und weniger scharf begrenzt auf- tritt. Im Hinterflügel ist die den schwarzen, runden Submarginal- flecken folgende dunkle Fleckenbinde in der hinteren Hälfte schwächer schattiert , das Rot , welches aber auch hier fahler, kaum rostrot, ist, überwiegt also in der distalen Flügelhälfte. Vorderflügellänge 30 mm. Typus No. 4195 c. m.

Mesoseniia ulrica ^nessala Hew. (61, 102 b). Ein weibliches Exemplar, Avelches hiermit zu vereinigen ist, erhielt ich durch zweite Hand aus Porvenir, Peru : No. 4108 c. m. Es unterscheidet sich von der Abbildung des Originals durch eine breitere weifse Vorderflügelbinde, von M. ulrica ulrica $ f. lamprosa m. dadurch , dafs die Binde an der distalen Seite bauchförmig erweitert ist, sich dort also dem distalen Flügelrande mehr nähert.

1) Wenn ich den Namen recht beurteile, handelt es sich um den Piio Parana, einen Nebenflufs des Tocantin, in der Landschaft Goyaz, Zentral-Brasilien.

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Riodinidae. 5

Die Oberseite ist ferner durch einen eigenartig bläulich-metallischen Glanz bei schräger Belichtung ausgezeichnet. Das Original ist aus Ecuador (Gualaquisa) angegeben , ob oben skizzierte Form das $ einer besonderen Unterart vorstellt , kann man an der Hand des einzigen mir bekannten Stückes nicht entscheiden. Jedenfalls mufs ich meine bereits bei Gelegenheit der Veröffent- lichung über Riodinidae des Brit. Museums (D. Ent. Zeitschr. V. 1915 p. 688) ausgesprochene Ansicht über den spezifischen Zusammenhang von M. idrica Cr. und messala Hew. bei dieser Gelegenheit bekräftigen.

Gegen die Unterseite des Bildes ,,messcda" in Seitz Grofs- schmett. Faun. amer. 1 t. 124 Reihe e weicht mein Peru-Stück dadurch ab , dafs der Hinterflügel eine unvollständige , teilweise beschattete, weifse Binde führt.

Eurybia daraus nnmilata form. nov. sannio m. (68, 8 c a).

Die unter dem Namen annulata zusammengezogene systema- tische Gemeinschaft ist ziemlich belangreich variabel , es lassen sich aber weitere Trennungen nach geographischer Begrenzung nicht vornehmen. Abgesehen von beträchtlichen Gröfsenunter- schieden ist die Intensität von Färbung und Zeichnung recht unbeständig, so dafs die bei der Beschreibung angewendeten Merkmale nur grundsätzliche Bedeutung haben. In die Gemein- schaft gehört auch das als ^,/assZz $" bezeichnete Stück in Seitz Grofsschmett. , Faun. amer. 1 t. 123 Reihe d. Es bildet einen Übergang zu obiger kleiner Extremform :

Sämtliche helleren Flecke beider Flügel grell , rötlichgelb, namentlich auch diejenigen des Mittelfeldes. In der Mitte der Zelle ein rundlicher, am Ende derselben, distal von dem intensiv rot- gelb geringten Augenfleck, ein länglicher, rötlichgelber Fleck. Mit gleicher Farbe sind die dunklen Flecke hinter der Zelle des Vorderflügels und in der Mitte der Zelle des Hinterflügels zu beiden Seiten angelegt. Noch deutlicher erscheinen alle diese Merkmale beim ?. Vorderflügellänge cf' 21, ? 20,5 mm. Typen No. 4316, 17 c. m. Pachitea-Gebiet, Peru.

TevatophtJtaltnd axilla axilla (Druce) (77, 2 a)

erhielt ich in einem männlichen Stück aus Marcapata (Peru), ohne Unterschied gegen die Nominatform aus Bolivien. Der Fundort, wenn richtig angegeben , liegt bedeutend weiter südlich als das Gebiet des Chanchamajo, woher ich die Unterart T. a. vegata be- schrieben habe. Damit wird diese als systematische Einheit in Frage gestellt und wäre nur als Zustandsform anzusehen. Weiteres Material bleibt abzuwarten. Die Nominatform ist in Seitz,

g Deutsch. Ent. Zeitschr. 1916.

Grofsschmett. Faun. amer. 1 t. 125 Reihe a als „albißua" ab- gebildet.

TeratopJdhaltna phelinci ruheola subsp. nov. (78, 7 b).. Unterscheidet sich vom Typus aus Colombia wie folgt : Der weifse eiförmige , bindenartige Fleck distal von der Zelle des Vorderflügels breiter , der am Zellende liegende schAvarze , weifs- punktierte Fleck hinten rostrot eingefafst , parallel zum Distal- rande und nahe diesem verläuft eine trüb rostrote Linie, die auch im Hinterflügel von unten etwas durchscheint. Vorderflügellänge 25 mm. Typus 1 er', No. 1048 c. m., Ecuador (ohne nähere Angabe).

Die Art spaltet sich hiernach in

a) T. phelina phelina (Feld.), Colombia,

b) T. phelina ruheola Stich. Ecuador.

Hierzu das Zitat 1. c. Hewitson , 1869 und Abbildung „phelina" Seitz, Grofschmett. Faun, araer. 1 t. 125 Reihe a. Hewitson erwähnt zwar nichts von den Unterschieden gegen die Nominatform , ich nehme indessen an , dafs er sie über- sehen hat.

Genus JVajMea Hübn. (81).

Als Gattungs - Synonym ist nachzutragen : Goniloba (part.). Westwood (Doubleday u.) , Gen. diurn. Lep. v. 2 p. 512 {G. nepos) (1851); Butler, Cat. diurn. Lep. Fabr. p. 154 (1869).

Zitat Westwood (1851) gilt auch für Napaea nepos nepos (Fabr.) (85, 9 a).

Necifvia ivestwoodi Hopffer (96, 2). Bei dieser Art ist die Ausbildung der karmesinroten Zeichnung am Zellende des Vorderflügels variabel. Bei der Hauptform er- scheint nur ein strichförmiger Fleck , bei forma whitelyana ist nach der Originalbeschreibung „a bright carmine band" am Ende der Zelle. Demgegenüber läfst ein Stück meiner Sammlung keine Spur von Rot im Vorderflügel erkennen , es gleicht hierin dem in Seitz, Faun, american. 1 t. 129 Reihe b als „whitelyana" abgebildetem Stück , trägt aber im Hinterflügel den auch in der Beschreibung von lohitelyiana erwähnten trübroten Fleck am Hinter- rande des Hinterflügels, der für die Art charakteristisch ist. Die Form ohne Rot im Vorderflügel sei als

forma ohliterata m.

bezeichnet. Typus No. 487 c. m., Porvfenir (Fozuzo), Peru.

Die Art hat grofse Ähnlichkeit mit N. bellona Westw. (96, 1), bei der in der Resel noch eine rote Binde über den Hinterflüsel

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Riodmidae. 7

läuft. Aber diese ist manchmal rückgebildet, wie auch der rote Costalfleck des Vorderflügels verkleinert ist. Solch' eine Form ist bei S e i t z 1. c. Reihe b , c als „ewjo" abgebildet. Dieser nicht den Nomenklaturgesetzen genügende Name sei ergänzt als N. weslwoodi forma enyo.

Das Extrem dieser Entwicklnngsrichtung dürfte ganz binden- lose Hinterflügel aufweisen, ein so annähernd gezeichnetes Stück, bei dem nur noch Spuren von Rot im Mittelfelde des Hinter- flügels wahrnehmbar sind, habe ich unter No. 2856 aus Bolivia (Yungas de la Paz) in meiner Sammlung neben Übergängen zur Nominatform.

Ancijluvis paetuld spec. nov. (104, 4 bis).

cf . Flügelschnitt wie A. etias (Saund.) , Hinterfiügel mit kaum merklicher Zipfelbildung. Oberseite tiefschwarz mit leichtem blauem Schein bei schräg auffallendem Licht. Vorderflügel mit karmesinroter schmaler Querbinde, deren proximale Grenze durch den Scheitel des Winkels zieht , den der vordere und mittlere Medianast bilden , im Distalfelde ein ganz verloschener , heller, vorn etwas gekrümmter Streif. Hinterflügel mit karmesinroter, schmaler Querbinde über die Mitte , die vorn etwas schmaler, hinten gegen den Hinterrand gekrümmt ist , ohne diesen zu er- reichen, aUch ohne isolierten roten Fleck am Rande. Hinter der Bindenkrümmung ein gleich roter , flach gebogener , länglicher Fleck, der sich nach vorn nahe dem Flügelrande in einer Reihe blauglänzender Fleckchen fortsetzt. Unterseite wie bei Ä. etias, nur der rote Fleck am Hinterrand des Vorderflügels und nahe dem Hinterwinkel des Hinterflügels kleiner, namentlich letzterer. Fransen am Vorderflügel weifslich , an den Aderenden schwarz, am Hinterflügel scharf schwarz und weifs gescheckt. Vorder- flügellänge 22 mm. Typus 1 cf, No. 4398 c. m. , Peru , Rio Pangoa.

AncyluHs coluhra (Saund.) (105, 9).

Ein cf (No. 4325 c. m.) aus Ecuador, ohne nähere Angabe, besitzt im Vergleich mit einem Stück vom unteren Amazonas breitere rote Binden , diejenige des Hinterflügels ist aufserdem hinten bis nahe zu dem roten Analfleck verlängert , auch sind die Analzipfel des Hinterflügels weniger schlank. Ich erwähne dies vorläufig als Unterlage für die Beurteilung, ob Rassenbildung vorliegt, bis weiteres Material zur Verfügung steht.

Jiticylnris fortnosissinia (Hew.) (107, 17). Typus aus Ecuador (nach Hewitson : Ashpiyaco). Von dem Bilde der Type unterscheiden sich Tiere aus dem südlichen Peru

8 Deutsch. Eilt. Zeitsclir. 1916.

wie folgt : Die weifse Binde des Vorderflügels ist nach hinten stärker verbreitert , diejenige des Hinterflügels hinten schmaler, ihr spitzer Endwinkel ist rot ausgefüllt und dieser rote Zipfel wendet sich stumpfAvinklig, bandartig zum Hinterrande des Flügels, während das Rot bei dem von Hewitson abgebildeten Stück eine breitere, mehr abgerundete Binde bildet. Auf der Unterseite des Vorderflügels ist der blaue Schiller auf einen schmaleren, fast in ganzer Ausdehnung durch stumpfes Schwarz von der weifsen Binde getrennten Streifen beschränkt. Im Hinterflügel ist der weifse Fleck vor deV roten Mittelzone gröfser. Sollten diese Unterschiede beständig sein, so erscheint die Einführung der Peru-Form als

Ä. f. venerahilis subsp. nov. gerechtfertigt.

Typus, 1 cf No. 4107 c. m., südlich. Peru, Gebiet des Chan- chamajo.

Hierzu gehört vermutlich Abbildung „formosissima" Seitz, Grofsschmett., Fauna amer. 1 t. 130 Reihe c. Auf diesem Bild ist aber der Anschlufs des Rot an die weifse Hinterflügelbinde sowohl von meinem Original als auch vom Bilde der Ecuador- Type abweichend. Der bei letzterem und in der Abbildung S ei tz bemerkbare schwarze Trennstreif ist in Wirklichkeit nicht vor- handen , sondern wird nur durch dichtere schwarze Behaarung vorgetäuscht. Die Grundfarbe bei der Seitzschen Abbildung ist braun statt tiefschwarz.

Mhetus arcms castigatus Stich. (112, Id).

Diese Unterart habe ich nach männlichen Stücken der im Berliner Zoolog. Museum befindlichen Sammlung Staudingers be- schrieben. In dem Verkaufslager der Firma Staudinger & Bang- Haas fand ich jüngst noch ein Pärchen derselben , bezettelt mit Chiriqui. Das cf , No. 4328 c. m., mag als Cotypus angenommen werden, das $ sei beschrieben wie folgt :

Etwas breitflügliger als das cf , schwarze Grundfarbe weniger intensiv, die milch glasartige Vorderflügelbinde etwas breiter und deutlicher , nach hinten an der Distalseite etwas erweitert aber nicht in dem Mafse wie beim d' von R. a. Jmana, dessen Binde vorn auch mehr verengt ist. Die entsprechende Binde des Hinter- flügels lang, bis nahe zum roten Analfleck reichend, der sich binden- artig mit zackiger Begrenzung bis zum vorderen Medianast aus- dehnt. Das Blau des Schwanzes auf den schmalen Streifen zwischen vorderem Medianast und Flügelrand beschränkt, nach vorn nahe diesem von der trüber weifsen Submarginalbinde fortgesetzt. Die weifslichen Flecke hinter dem roten Analfleck deutlicher als beim cf. Vorderflügellänge 18,5 mm. Typus No. 4329 c m.

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Riodmidae. 9

Nahida tiochois (Hew.) (119, 2). $.

Flügelschnitt wie N. coenoides Hew. $, also etwas breiter als beim cf , Distalrand stärker konvex. Vorclerflügel glasig grau mit schwarzem Vorder- und Distalrand Avie bei jener Art, in letzterem eine Reihe weifser Submarginalflecke, die nach hinten zu allmäh- lich kleiner werden , auch wie bei jener ; auch der Hinterflügel nur insofern abweichend, als sich nahe dem Hinterrande, etwa in dessen Mitte , da wo die schwarze Besäumung spitz am Flügel- rande ausläuft , ein eiförmiger , ungewifs umschriebener , trüber, rostbrauner Fleck bemerkbar macht , der sich auf der Unterseite vergröfsert und sich verwaschen längs des Flügelrandes nach vorn bis nahe zur Wurzel fortsetzt. Vorderflügellänge 19 mm. Typus No. 2557 c. m. Ecuador, ohne nähere Angabe.

Das Auftreten des roten Fleckes am Hinterrande des Hinter- flügels läfst auf die Zusammengehörigkeit mit trocJiois cf schliefsen, die Schwäche des Fleckes gibt zugleich der Vermutung Raum, dafs die beiden „Arten" coenoides und trochois spezifisch zusammen- hängen , was jedoch erst durch ein gröfseres Material , das bei der „Seltenheit" beider schwer zu haben sein wird, entschieden werden könnte.

Melanis agyvtiis sestiis Stich. (128, 1 b) = „mUhrophonis" in Seitz Grofsschmett., Faun, anier. t. 132 Reihe c.

Inzwischen lieferte mir Staudinger & Bang-Haas 1 Pärchen dieser bemerkenswerten Unterart aus derselben Gegend, aus der die von mir beschriebenen Typen stammen , die beiden Stücke mögen als Cotypen gelten: No. 4320, 21 c. m. : Itaituba.

Das, was in Seitz 1. c. als „sestus" abgebildet ist, gehört einer anderen , vielleicht neuen Rasse oder Art an. Letzterer Fall dann wahrscheinlich, wenn die fast zinnoberrote Farbe und eigenartige Gestalt der Vorderflügelbinde richtig die Natur wieder- geben.

Metacharis eupariiia Bates (142, 5).

Ein sehr kleines ? von 16 mm Vorderflügellänge lieferte mir Le Moult, Paris, mit Patria-Angabe Französ. Guayana (No. 2523 c. m.). Es ist etwas abgeflogen und vielleicht deshalb etwas mehr grau in der Farbe, sonst aber von einem $ aus Panama (Bugaba) meiner Sammlung nicht zu trennen. Das schon weite Verbreitungs- gebiet der Art wird hierdurch noch bedeutend vergröfsert, es er- streckt sich von Nicaragua südlich bis Peru, von Colombia östlich bis Französ. Guayana. Nicht bekannt ist die Art aus Venezuela und Britisch-Guayana, woher sie in Anbetracht oben erwähnten Fundortes noch zu erwarten ist.

10

Deutsch. Ent. Zeitsclir. 1916.

Lepi'icoi'itis africoloi' stygiaUs Stich. (147, 7 b).

Ein typisches cf dieser von mir aus dem nördlichen Peru (Tarapalo ^) , Hillapani) beschriebenen Untel-art erhielt ich durch P. Z 0 b r y s aus Matto Grosso. Das Verbreitungsgebiet der Unter- art wird hiernach beträchtlich erweitert.

Das erwähnte Stück, No. 4109 c. m. gilt als Cotypus.

Chatnaelinmas icieris Bates (156, Ib als C. tircis i.).

Ein .Stück vom Chanchamayo (No. 1058 m.) stimmt mit der Beschreibung von Bates überein , nur der gelbe Spitzenfleck ist nicht Avahrnehmbar, das Exemplar ist aber etwas abgeflogen und die Fransen am Apex sind nicht intakt, vielleicht beschränkt sich das Gelb auf die Fransen. Im übrigen gewinne ich die Über- zeugung , dafs diese Art eine Sonderstellung im System zu be- anspruchen hat und nicht mit C. tircis speziflsch zu vereinigen ist.

Cltamaelimnas patisa Godm. (156, 2).

Ein Pärchen dieser Art lieferte mir P. Z o b r y s. Beim cf ist die Vorderflügelbinde intensiver gelb gefärbt als im Bilde Godmans (Tr. ent. Soc. Lond. 1903 t. 20 f. 13). Das bisher un- beschriebene, aber in S e i t z , Grofsschmett. , Fauna amer. 1 t. 127 Reihe g abgebildete ? ist im Flügelschnitt breiter als das cf , das weifslichgelbe Schrägband des Vorderflügels ebenfalls breiter, sonst in gleicher Lage und Gestalt : vorn schmal durch die Grund- farbe vom Vorderrand getrennt , hinten nahe dem Hinterwinkel abgerundet endigend. Vorderflügellänge 16 mm. Typus No. 4382 c. m.

Chatnaelimnas urbana spec. nov. (156, 3 bis).

cf . Nächst C. villagomes Hew. , den ich nur nach der Ab- bildung kenne. Im Vorderflügel statt des herzförmigen Fleckes eine chromgelbe Binde, ähnlich Avie bei C. iaeris Bates, aber etwas schmaler und hinten etwas mehr gegen den Hinterwinkel gerichtet. Hinterflügel gelb mit breitem schwarzem Distalsaum, der sich um Apex und Hinterwinkel herumzieht und spitz gegen die Mitte des Vorder- und Hinterrandes endet. Unter Zuziehung der schmalen schwarzen Wurzel bestäubung bildet die gelbe Zone ein verschobenes Rechteck , das nur wenig höher als der schwarze Saum breit ist. Vorderflügellänge 16 mm. Typus 1 cf, No. 4331. Von Firma 0. Staudinger & Bang-Haas als C. briola var. , be- zettelt Peru.

') In Gen. Ins. 112 t p. 147 Tarapoto geschrieben.

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Riodinklae. w

Chamaeliniiias phoemas Hew. (156, 5) habe ich 1. c. als ..spec. non agnosc." bezeichnet. Nun er- hielt ich ein Pärchen' aus dieser Gattung vom Pachitea-Gebiet, das ich nur hier unterbringen kann. Das $ weicht von dem Bilde in HeAvitson nur dadurch ab, dafs der gelbe Zellstrahl im Vorderflügel etwas kürzer ist. Bei dem cf, das sich durch schlankere Flügelform auszeichnet, ist er schmaler, aber schärfer als beim ?, schmaler auch als in der Abbildung von Hewitson. Aufserdem ist bei meinem Stück das Gelb im Hinterflügel breiter, auch als in der Abbildung bei S e i t z , Grofsschmett. Faun, amer. 1 t. 127 Reihe f., und nicht wie in der Abbildung durch schwarze Zähnchen belegt , sondern ganz glattrandig. Die Ab- bildung , die übrigens der Beschreibung entspricht , scheint also nach einem etwas aberrativen Exemplar angefertigt worden zu sein , wenn nicht lokale Einflüsse eine Rolle spielen. In allen Fällen ist das Verbreitungsgebiet der „Art" auf Zentral-Peru auszudehnen.

Cluimaelitnnas Jovmna Schaus (157, 9). Das Verbreitungsgebiet Peru, Bolivia dehnt sich ausweislich eines von mir erworbenen männlichen Stückes bis nach Brasilien (Cuyaba , Matto Grosso) aus. Dieses Exemplar hat ein wenig schmalere Binden als mein Peru-Stück , läfst aber sonst keine Unterschiede erkennen : No. 4330 c. m.

Carla trochilus arete Feld. form. nov. phayla m. (174, 3 b).

cf . Unterscheidet sich von der typischen Form der Unter- art durch das Schwinden der goldgrünen Bestäubung. Im Vorder- flügel sind hiervon nur einige zerstreute Schuppen im Mittefelde, im Hinterflügel in der Analgegend vorhanden. Typus 1 cf, No. 3219 c. m. , südliches Peru, Pozuzo. 1 Übergangstück, No. 4459 c. m., Matto Grosso.

Baeotis hisboii (Gram.) (180, 1). Die Art habe ich I.e. in 2 Unterarten aufgeteilt :

a) B. h. hisbon (Gram.) Brasilien,

b) B. h. zonata Feld. Mittelamerika mit dem Synonym : Mesene simhla Boisd.,

weil beide aus Mexiko angegeben worden sind. B. h. zonata (Feld.) hat eine sehr breite dunkelbraune Zeichnung, demgegen- über ist diese Zeichnung bei 1 Pärchen aus Tehuakan (Mexiko, 1650 m., X), das ich A. Heyne verdanke, auffällig schmaler, und diese Form deckt sich wohl mit der gleichfalls von mir als Synonym zu zonata gezogenen „Charis" libna Butl. Sie unter-

12 Deutsch. Ent. Zeitschr. 1916.

scheidet sich von dem Bilde Butlers nur dadurch, dafs das gelb- liche Mittelfeld der Grundfarbe des Yorderflügels zipfelartig ver- schmälert unmittelbar bis zum Vorderrand reicht , der bei libna dunkel gesäumt ist. Aufserdem ist der gelbliche Subapicalfleck vorn und hinten spitzer ausgezogen , die Submarginallinie blei- glänzend und feiner. Alle diese Merkmale können individuell sein, so namentlich die schwärzliehe Besäumung des Vorderrandes, die auch bei B. h. zonata vorkommt (siehe Abbildung Stau- dinger t. 91).

Das $ unterscheidet sieh vom cf durch eine etwas breitere Flügelform, wodurch die gelben Flügelfelder auch breiter erscheinen. Ich möchte mich demnach darauf beschränken, obigen beiden als dritte Unterart anzureihen :

c. B. li. simbla (Boisd.) Mexiko (ex parte) = Charis libna Butl.

Als unterschiedlicher Charakter derselben ist u. a. das Auf- treten des gelblichen Fleckes im Hinterwinkel der Hinterflügel- oberseite anzusehen , der bei zonata nur unten wahrnehmbar ist. Von dieser Unterart ist simbla aufserdem durch die Rückbildung der schwärzlichen Zeichnung wesentlich abweichend.

Biodina lysipi)iis lysias Stich. (195, Ib). Von dieser Unterart wurde meine Sammlung durch 2 cf er' aus Matto Grosso bereichert: No. 4111, 4112 c. m. Auch diese zeigen, wie ich schon in Entom. Mitteil, v, 3 p. 122 betont habe, dafs die zur Begründung des Namens benutzten Merkmale nur relativ brauchbar sind , denn das eine hat schmale Binden, kaum breiter als lysippe Hübn. Indessen läfst die sanfter ge- krümmte Lage derselben im Vorderflügel und ihre Neigung zur Zackenbildung in beiden Flügeln die Sonderstellung als systema- tische Einheit begründet erscheinen. Weiterhin traten hinzu 2 cfcT', 1 ? von A. Heyne, bezettelt Jary-Parana (siehe Fufs- note p. 4) , so dafs sich die Unterart nach Osten bis in das Herz Brasiliens ausdehnt. 1 cf vom Gebiet des Pachitea im südlichen Peru meiner Sammlung vervollständigt das Bild des Fluggebietes, das sich nach Norden bis Ecuador, soweit bis jetzt bekannt, erstreckt. Während sämtliche mir zur Verfügung stehende cf cf nur wenig merklich , höchstens etwas deutlicher im Hinterflügel, weifsgefleckt sind, ist das einzige $ (No. 1874) vom Parana auf beiden Flügeln reichlich Aveifslich punktiert.

Ijymnas iarbas rahuscula Stich. (202, 8 b). 2 cfcf aus Jary-Parana (Goyaz\ Die Vorderflügelbinde ist etwas fahler ockergelb.

Wegen des Verbreitungsgebietes zu erwähnen.

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Riodiniclae. 13

Lymnas proiiosti'igci pronosfriga Stich. (202, 10).

Hiervon Zugang von 1 cf 2 $? aus Matto Grosso. Das cf trägt eine Vorderflügelbinde , die an der proximalen Grenze etwas konkav verläuft. Es nähert sich hierdurch L. jarbas F., hat aber einen ganz schwarzen Vorderflügelapex und schwarzen Hinterflügel säum .

Das $ bleibt zu beschreiben : Etwas breitflügliger als das (f^ Binde des Vorderflügels auch etwas breiter, weifslich mit schwachem gelblichen Ton (beinweifs). Am Apex des einen Stückes eine kleine Fransenstelle weifslich , die roten Wurzelflecke beider Flügel sehr kräftig , quadratisch verzerrt. Vorderflügellänge 21 mm. Typen No. 2758, 4431 c. m.

Hierzu gesellt sich ein zwerghaftes Stück aus gleicher Lokalität. Die Vorderflügel messen nur 15 mm und sind sehr schmal, die schwarze Grundfarbe wenig kräftig, die übrigen Merk- male indessen mit der Nominatform übereinstimmend. Es handelt sich vermutlich um eine Hungerform, wie sie ja auch bei anderen Arten nicht selten zu beobachten ist.

Lymnas aegates (Hew.) (204, 18). Hiervon erhielt ich ein cf, das etwas gröfseres ist als typische Stücke, mit etwas verschmälerter Vorderflügelbinde, aus Matto Grosso , das graue statt weifse Fransen am Hinterflügel trägt. Es scheint mit der Abbildung „crai2ppa'Mn S e i t z , Grofsschmett., Faun. amer. 1 t. 131 Reihe e übereinzustimmen. Wenn dies zutrifft, ist die Art aufzuteilen in :

L. aegates aegates (Hew.) Bolivia,

L. aegates cratippa ? Seitz Matto Grosso,

L. aegates cretiplaga Stich. Argentinien.

Lymnas seleuJcia Stich. (207, 29).

Von dieser Art erhielt ich auch das cf, wodurch ihre Be- rechtigung und Gattungszugehörigkeit befestigt wird :

Etwas schmalflügliger als das $ , tief sammetschwarz , auf den Adern die Schuppen etwas dünner , wodurch diese graue Streifen (namentlich im Hinterflügel) vortäuschen , aber nicht so auffällig wie beim ?. Die goldgelbe Schrägbinde des Vorder- flügels etwas schmaler , an den Rändern etwas gekerbt , hinten ein wenig verbreitert und in ähnlicher Weise wie beim $ zipfel- artig gegen den Hinterwinkel gerichtet. Hinterflügel unmittelbar an der Wurzel mit einem von unten durchgeschlagenen roten Fleckchen. Auf der Unterseite die grauen Adern schärfer ab- gesetzt , die Farbe der Vorderflügelbinde fahler. Abdomen seit- lich schmal karmesinrot, auf dem 2. Segment verbreitert sich

l^ Deutsch. Ent. Zeitsckr. 1916.

das Rot halbringartig. Vorderflügellänge 20,5 mm. Typus, cf, No. 1871 c. m. Espirito Santo, Santa Leopoldina.

Die Art ist in Seitz Grofsschmett. Faun. amer. 1 t. 131 Reihe g als „phereclus" aufgeführt. Dies Bild unterscheidet sich etwas von meinem Original durch eine gleichmäfsiger begrenzte Vorderflügelbinde. Der Name, welcher aus Gramer Pap. exot. t. 178 Abb. D übernommen sein dürfte und erstmalig giltig in der alphabetischen Liste zu Gramer Band II, p. 150 (1777) als Papilio phereclus angewendet wurde , ist deswegen zu verwerfen, weil er als Papilio p. Linne 1758 verbraucht (praeoccupiert) war. Dabei ist es gleichgültig, ob die beiden ursprünglich mit gleichem Gattungsnamen aufgestellten Arten später als zu zwei ver- schiedenen Gattungen gehörig erkannt worden sind. Es liegt unbedingte Homonymie vor : Art. 35,36 der Regeln der internat. Nomenklatur, 1905.

Mesene celetes Bates (215, 18).

B a t e s hat nur das $ beschrieben. Die Beschreibung pafst auf das $ eines Pärchens meiner Sammlung aus Guyaba (No. 4354), nur dafs bei diesem die Besäumung der Flügel nicht „broadish black", sondern ganz schmal schwarz ist. Das Original ist von Parä , der Zeichnungsunterschied ist also erklärlich , es mag sich um eine Sonderrasse , deren Konsolidierung späterer Gelegenheit vorbehalten sein mufs, handeln. Als typisches Merkmal für die Art sehe ich die weifslichen Flecke am Distalrande der Hinterflügelunterseite an. Wenn meine Bestimmung richtig ist, Avoran kaum zu zweifeln , sei das zugehörige (f wie folgt be- schrieben :

Gestalt wie M. phareus (Gr.) , Vorderflügel eine Wenigkeit stumpfwinkliger. Oberseite zinnoberrot , Vorderrand des Vorder- flügels , Distalrand beider Flügel schmal schwarz gesäumt. Am Vorderrande verschmälert sich die Besäumung nach dem Apex zu und bildet drei stufenartige Absätze, vorher etwas feine schwarze Querstrichelung. Unterseite des Vorderflügels fahl schwarz- braun , nur das Hinterrandfeld im vorderen Teil rötlich , hinten weifslich. tlinterflügel rot, Wurzel und ein schmaler Distalsaum schwarzbraun, an der Grenze des Wurzelfeldes etwas gestrichelt. Nahe dem Hinterwinkel ein weifsliches Fleckchen am dunklen Saum. Vorderflügellänge 15 mm. Typus No. 4353 c. m.

Falls ich die Batessche Art richtig erkannt habe , ist sie bei Gohors Bomilcariformes auszuschliefsen und in Gohors Pharei- formes hinter M. phareus einzureihen. Überhaupt bedarf die Gruppierung meiner Cohorten dieser Gattung, die mangels aus-

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der RiocUnidae. 15

giebigen Materials teilweise nach dem Gefühl zusammengestellt ' worden sind, einer Nachprüfung.

Falls es sich um eine von der Parä-Rasse zu unterscheidende Unterart handeln sollte , behalte ich dafür den Namen 31. celetes ineptus vor.

Genus Xinias Hew. (222).

Der Name ist erstmalig von Hewitson : Descr. Butt. Bol. p. 17 (Gen. Ins. 112 t. p. 222: verdruckt p. 71) mit einem i, sodann, 1. c. p. 18 mit y geschrieben. Aus Prioritätsrücksichten ist obige Schreibweise die giltige.

Esthemopsis caeruleaia Godm. & Salv. (225, 5).

Bisher scheinen nur Weibchen dieser Art bekannt geworden zu sein-, auch mein zweites, vor einiger Zeit erworbenes Stück (Nr. 2881, Chiriqui) ist ein ?. Die Bildung der Antennen, die fast gleichmäfsig stark, nur am Ende flach zugespitzt sind, lassen darauf schliefsen , dafs die Art nicht in das ihr zugewiesene Genus gehört. Wahrscheinlich handelt es sich um das dimorphe $ einer Riodinicle aus anderer Gattung, vielleicht Xenandra Feld. Weitere Feststellungen hierüber müssen der Zukunft vorbehalten bleiben.

Symmachia leopardina Feld. (232, 11).

Die Art habe ich 1. c. in 2 Unterarten geteilt, deren eine, S. l. Mlaria Hew., nach dem vom Autor gegebenen Bilde von der typischen Form unbedeutend durch eine Verstärkung der dunklen Zeichnung , namentlich in der Apicalzone , abweicht. Hewitson gibt keinen Fundort an, ich habe also solchen „Amazonas" nach Bates (1868) angenommen, die Nominatform ist aus Bahia. Nun erhielt ich ein ? vom Jurua (westliches Amazonas), das von Felders Abbildung so gut wie garnicht abweicht. Hilaria wird sich hier- nach als systematische Einheit nicht halten lassen und als Zu- standsform zu betrachten sein.

PhaenocMtonia hocclioris Stich. (Hew.) (242, 19 a).

Das $ dieser Unterart habe ich in Gen. Ins. (s. oben, Fufs- note 1) kurz erwähnt. Die Beschreibung genügt für die Wieder- erkennung, Als Typus bestimme ich No. 4334 c. m. aus Rio Grande do Sul. Dieses Exemplar hat noch die Eigentümlichkeit, dafs am Hinterrande 'des Hinterflügels unweit des Hinterwinkels ein rotgelbes Fleckchen bemerkbar ist , aber nur auf der linken Seite. Solche Erscheinung wiederholt sich bei der verwandten P. sagaris als P. s. satnius f. matronalis in etwas anderer Lage.

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Deutsch. Ent. Zeitschr. 1916.

Anteros allectus allectus Westw. (253, la).

Meine Annahme (Berl. Ent. Z. 54 p. 48), dafs die Ecuador- rasse , die ich nach einem einzelnen $ aufgestellt habe , eine Sondereinheit darstellt, bestätigt sich dadurch, dafs ich in dem Verkaufslager der Firma Staudinger & Bang -Haas ein ? der typischen Unterart fand. Eine Beschreibung desselben scheint bisher zu fehlen :

Vorderflügel breiter, Apex stumpfer, Distalrand viel stärker konvex als beim cf , Grundfarbe ein wenig fahler. Der weifse Mittelfleck im Winkel von Mediana und hinterem Medianast etwa doppelt so grofs, eiförmig, bis zum mittleren Medianast reichend ; hinter ihm , im hinteren Medianzwischenraum , etwas weifsliche Bestäubung. Flügelfransen dunkelbraun und weifs gescheckt. Hinterflügel fahler im Farbton, Vorderrand schmal weifs, Fransen ebenso, nur an den Enden der Medianadern braun unterbrochen, am HinterAvinkel pinselartig. Auch der Hinterrand schmal, an der Wurzel breiter weifslich. Unterseite wie beim cf , aber die Flecke kräftiger und gröfser , namentlich im Distalfeld des Vorderflügels, wo ein stark metallisch glänzender Doppelfleck er- scheint. Nahe dem Hinterwinkel des Vorderflügels schwärzliche Schattierung , am Distalsaum beider Flügel schwarze Fleckchen in den weifsen Fransen. Vorderflügellänge 12,5 mm. Typus No. 4236 c. m., Anrazonas.

Das $ ist in dem Handlungskatalog obiger Firma als A. micliaela aufgeführt.

Emesis inaiidana aiirelia Bates (269, 3 c) habe ich 1. c. als „subsp. dubia" aufgeführt. Ich neige jetzt zu der Ansicht , dafs der Name Berechtigung hat. Die Gliederung der ??WHdaHa-Rassen und ihrer Verwandten ist allerdings ein recht schwieriges Kapitel , das noch nicht abgeschlossen sein dürfte. Ich erhielt 2 cfcf aus Tarapoto (Peru) und Cuyaba (No. 4338, 39 c. m.), die recht gut auf die Beschreibung von E. aiirelia Bates passen. Dazu tritt ein cf (No. 2502) meiner Sammlung mit dem fraglichen (aber von zoogeographischer Überlegung möglichen) Fund- ort Paraguay und 1 cf (No. 3282) von Sarayacu (Ecuador) neben typischen mandana - Stücken . Auffällig ist die Verdickung der Apical- und Analflecke am Saume der Hinterflügelunterseite. Dies ist aber kein durchgreifender Unterschied gegen mandana, weil es dort auch vorkommt. So ist dies auch auf dem Bilde Cramers deut- lich ausgeprägt. Aber die nächst den Submarginalpunkten der Unter- seite liegende Fleckreihe , die bei mandana aus einer fast zu- sammenhängenden Binde massiger, flacher Halbmonde besteht, ist bei aiirelia aus viel zarteren Halbmonden zusammengetzt. Hierzu

Stichel, Nacharbeiten zur Revision der Pdodinidae. 17

tritt die hellere Färbung der Oberseite und die fast chromgelbe Grundfarbe der Unterseite. Erstere ist allerdings wieder nicht durchweg beständig, denn oben erwähntes cf aus Ecuador ist fast so dunkelbraun wie eine typische mandana, indessen haben die durch schwarzbraune Wellenlinien eingefafsten Querbinden einen eigen- artigen bleigrauen Ton, ähnlich wie bei E. russula m. So bleibt die Frage, ob es sich um eine Zeitform, eine teilweise neben der Hauptform verbreitete Unterart oder um eine bona species handelt, zunächst offen. Zu einer Untersuchung der Genitalorgane , die vielleicht weitere Schlüsse zuläfst , mangelt es mir jetzt leider an Zeit.

Emesis neemias Hew. (271, 14).

Godmans „Wiederbeschreibung" der Art in Tr. Ent. Soc. Lond. 1903 p. 537 ist verfehlt. Er sagt, dafs das Bild Hewitsons nach einem „worn male from Brasil" gefertigt ist. Man kann dies nicht bestreiten, ohne die Type gesehen zu haben, aber die Richtigkeit dieses Urteils angenommen, läfst sich das cf-Original nach einem von mir erworbenen ganz frischen Pärchen aus Sao Paulo unzweifelhaft wiedererkennen und dieses cP ist durchaus ver- schieden von Godmans Abbildung 1. c. t. 8 , für die ich ebenfalls ein Belegstück aus Bolivia (La Paz) besitze. Dieses letztere stimmt zwar in der Färbung nicht genau mit Godmans Bild überein, ich nehme aber hauptsächlich deswegen Indentität an ,